Archiv der Kategorie: Erzählungen, Romane

„Das Himmlische Kreuz“ von Lia Frank erschienen

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NEU bei ostbooks!

Am 18. November 2021 wäre die Schriftstellerin Lia Frank 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Datums erschien nun im ostbooks Verlag ein Sammelband mit teils noch unveröffentlichten Erzählungen der Autorin.

Lia Frank (1921-2012) war eine deutschsprachige jüdische Lyrikerin und Schriftstellerin in der Sowjetunion. Ihr bewegtes Leben zwischen Mitteleuropa und Zentralasien hatte sie sich nicht ausgesucht. Dreißig Jahre lebte sie in Duschanbe (Tadschikistan). Die studierte Juristin, die an der Staatlichen Universität in Duschanbe Fremdsprachen unterrichtete und in Moskau noch in Psychologie promoviert wurde, hatte sich in der Sowjetunion dank der Publikationsmöglichkeiten in der dortigen deutschsprachigen Presse sowie mit Einzelausgaben ihrer Gedichte in Alma-Ata (Kasachstan) und Moskau einen Namen gemacht. Neben ihren meist in japanischen Formen verfassten Gedichten schrieb sie pointierte Erzählungen, in denen sie mit Klugheit und Sensibilität individuellem Erleben im Alltag nachspürt und um eine klare Unterscheidung von Lüge und Wahrheit kreist. Ihre Prosatexte, teils verstreut in sowjetdeutschen Zeitungen, teils unveröffentlicht, werden hier erstmalig gesammelt vorgelegt.

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Roman „Die Stille bei Neu-Landau“ von Katharina Martin-Virolainen erschienen

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Salat „Olivier“ zu Feiertagen, russische Musik im Auto oder Vaters geliebte Jogginghose-Kollektion: All das hätte Julia als Kind am liebsten aus ihrem Leben verbannt. Die krampfhaften Versuche, ihre Eltern „umzuerziehen“, sind immer wieder kläglich gescheitert. Trotz ihrer Anstrengungen, sich bestmöglich anzupassen, stellte Julia immer wieder fest, dass sie und ihre Familie anders sind – und es immer bleiben werden. Im Erwachsenenalter gerät Julia erneut in eine Identitätskrise und beschließt, für eine Weile zu ihren Eltern aufs Land zu ziehen. Unter den alten Sachen ihrer bereits verstorbenen Großmutter stößt sie auf einen leeren Umschlag, der Fragen zu ihrer Familiengeschichte aufwirft. Julia wendet sich an ihre Großtante Margarethe und stellt plötzlich fest, dass sie so gut wie nichts über das dornenreiche Leben ihrer Großmutter weiß. „Die Alten reden nicht, die Jungen hören nicht zu“ – der auf dieser Aussage basierende Generationenkonflikt dauert in vielen russlanddeutschen Familien seit Jahrzehnten an. Der Roman „Die Stille bei Neu-Landau“ möchte dazu beitragen, diese unsichtbare Mauer zwischen den Generationen zu durchbrechen und beide Seiten einander näher zu bringen.

Zur Autorin

(c) Foto: Ksenia Soldatenko

Katharina Martin-Virolainen wurde 1986 in Petrosawodsk geboren und verbrachte ihre Kindheit in Karelien. Im Jahr 1997 kam sie als Spätaussiedlerin mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder nach Deutschland. Seit 1998 lebt sie in Baden-Württemberg.Die Autorin hat deutsche, russische und finnische Wurzeln. Die Aufarbeitung ihrer eigenen Familiengeschichte und der Schicksale von anderen russlanddeutschen Spätaussiedlern stellen einen zentralen Schwerpunkt ihrer literarischen und kulturellen Arbeit dar. Seit vielen Jahren ist Katharina Martin-Virolainen als freie Journalistin und Projektleiterin in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Tanz und Theater, sowie Kultur, Geschichte und Literatur der Deutschen aus Russland tätig. Für ihr Debütwerk „Im letzten Atemzug“, das 2019 ebenfalls im ostbooks Verlag erschienen war, wurde Katharina Martin-Virolainen mit dem Förderpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2020 in der Kategorie Literatur ausgezeichnet.

Katharina Martin-Virolainen

„Die Stille bei Neu-Landau“, Roman

ISBN 978-3947270132, Softcover, 212 S., Preis: 12,- EUR

-> Leseprobe

-> Interview mit der Autorin im VadW Nr. 04/2021, Teil 1

-> Interview mit der Autorin im VadW Nr. 05/2021, Teil 2

-> Bestellen per eMail

Neu im ostbooks: das Debüt von Melitta L. Roth „Gesammelte Scherben“

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Am 12. November erschien im ostbooks Verlag der Erzählband „Gesammelte Scherben“ von Melitta L. Roth. Es ist eine Auswahl von Prosatexten und literarischen Miniaturen, die die Autorin in den letzten Jahren verfasst hat. Die meisten behandeln typisch russlanddeutsche Themen wie Entwurzelung, Ankommen, Integration oder die Erinnerung an die blutige Geschichte der Bevölkerungsgruppe. Die Menschen und Lebenswege, die sie beschreibt, sind aber alles andere als typisch. Es sind die skurrilen, abseitigen und gebrochenen Charaktere, die ihr am Herzen liegen. Menschen, die mit dem Erbe der Vergangenheit hadern, überfordert sind oder ihm zu entkommen suchen.

Herausgegeben wurde dieses Projekt vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Kooperation mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland e. V.

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„Im letzten Atemzug“ – der erste Erzählband von Katharina Martin-Virolainen erschienen

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„Im letzten Atemzug“ – Erzählungen

Katharina Martin-Virolainen wurde 1986 in Karelien, im Norden Russlands, geboren. Ihr Vater ein Deutscher aus Kasachstan, ihre Mutter die Tochter eines Finnen und einer Russin. Im August 1997 siedelte Katharina Martin-Virolainen mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder nach Deutschland über. Seit 1998 ist sie im baden-württembergischen Eppingen beheimatet und ist als freie Autorin und Journalistin tätig.
Der Sammelband „Im letzten Atemzug“ ist eine Dokumentation ihrer Suche nach Identität, Zugehörigkeit und der echten Heimat. Eine Reihe von autobiografischen Erzählungen und Lebensberichten von Russlanddeutschen, denen sie eine Stimme geben wollte.
Auf die Frage, wer sie nun sei, antwortet sie heute ganz selbstbewusst: „Ich bin eine Deutsche mit finnischen Wurzeln und russischer Seele.“ K. Martin-Virolainen ist Preisträgerin verschiedener Literaturwettbewerbe, wie z. B. des Wettbewerbs der Bonner Buchmesse Migration (2017) in der Kategorie „Kurzgeschichten“.

Zur Leseprobe, Kurzgeschichte „Und wenn die ersten Schneeflocken auf unser Land fallen“…

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