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Literaturalmanach „Fremd unter seinesgleichen“ erschienen!

Im Oktober 2020 feierte der Literaturkreis der Deutschen aus Russland ein markantes Jubiläum – sein 25-jähriges Bestehen, und präsentierte aus diesem Anlass die Jubiläumsausgabe des Jahrbuchs. Dieser Band ist der russlanddeutschen Autorin und Dichterin Nora Pfeffer gewidmet, die im Dezember 2019 ein hundert Jahre alt geworden wäre. Die Grande Dame der russlanddeutschen Lyrik hat sich von Beginn an im Literaturkreis der Deutschen aus Russland engagiert und hat maßgeblich, auch redaktionell, bei der Entstehung der ersten Literaturblätter vor 25 Jahren mitgewirkt.

Aus den anfänglich schmalen Heften ist heute ein stattlicher Sammelband geworden. Zwischen seinen Buchdeckeln versammelt er ein Mosaik aus Lyrik, Prosa, biografischen Texten und Rezensionen kürzlich erschienener Bücher und gibt damit einen wesentlichen Überblick über die russlanddeutsche Literaturszene. Das Motto des Jahrbuchs ist nicht zufällig gewählt. Wie fühlt sich Entwurzelung an? Wie ist es, fremd zu sein – auch unter den vermeintlich eigenen Leuten? Solche Empfindungen erleben zugegebenermaßen nicht nur Aussiedler und Aussiedlerinnen. Dennoch ist ihnen Heimatverlust und Entwurzelung seit Generationen bekannt. Sie wissen, wie es ist, sich immer wieder in einer fremden Umgebung verorten und behaupten zu müssen. Auch Nora Pfeffer sind diese Zustände nicht fremd, hat sie doch alle Stationen des Heimatverlusts in ihrem ereignisreichen Leben erfahren.

Ein Sammelband mit Beiträgen von teils sehr bekannten Autorinnen und Autoren: Andreas A. Peters, Eleonora Hummel, Larissa Mass, Ira Peter, Max Schatz, Melitta, L. Roth, Katharina Martin-Virolainen, Merle Hilbk, Larissa Dyck, Monika Mannel, Katharina Dück, Eduard Sprink, Heinrich Rahn, Carola Jürchott, Elena Dumrauf-Schröder, Valentine Bolz, Alexander Schmidt, Sergej Tenjatnikow, Agnes Gossen, Artur Rosenstern, Sigune Schnabel, Lydia Galochkina, Ida Häusser, David Winkenstern, Annelore Engel-Braunschmidt, Nora Pfeffer, Rose Steinmark, Tamara Kudelin, Oksana Baitinger, Irene Kreker, Eduard Kessler, Georg Lauer, Nina Paulsen und Erich Joos. Mit Abbildungen von Irina Enss, Igor Galochkin und Lydia Galochkina.

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Lyrikband „Nihilschwimmer“ (Sonettenkränze) von Max Schatz ist erschienen!

Bereits seit dem 18. Jahrhundert gibt es die strenge poetische Form des Sonettenkranzes: 14 Sonette, die jeweils letzte Zeile wiederholt sich als die erste Zeile eines nächsten Sonetts, das 15. „Meistersonett“ fasst dann alle Anfangs- bzw. Endzeilen gemäß ihrer Reihenfolge zusammen.
Der zweisprachige Autor Max Schatz holt die alte, doch immer noch als ein dichterischer Kraftakt geltende Form ins 21. Jahrhundert und füllt sie mit modernem Inhalt. Sein erster Lyrikband „Nihilschwimmer“ versammelt – was es so bisher noch nicht gab – alle seine deutschen Sonettenkränze unter einem Buchdeckel. Jedes dieser Langgedichte erzählt eine Geschichte: Ein lyrisches Ich, das zeitlebens nicht in seinem Element ist … doch gezwungen, darin zu bleiben … stets auf der Reise zu, auf der Suche nach … irgendeine „Wahrheit“ ablehnend, im Dunkel des Lebens am Ariadnefaden entlang … zurück zum Sinn.

(c) privat

Max Schatz (*1981) ist seit 2019 Übersetzer für die russische Sprache. Seine Gedichte und Kurzgeschichten wurden in diversen Anthologien veröffentlicht, wie auch einige der in diesem Band präsentierten Sonettenkränze (u. a. ausgezeichnet in einem Almanach-Wettbewerb 2013). 2019 erschien im Rahmen eines fortlaufenden Wettbewerbs des Verlags „Sojus pisatelej“ in Russland sein erster Roman (auf Russisch) und in der Literaturzeitschrift dieses Verlags sein einziger russischer Sonettenkranz „Wremja“ (Die Zeit).

Lesen Sie dazu eine Rezension in der Moskauer Deutschen Zeitung (Juli, 2020)!

Anm.: Das Buch wurde herausgegeben vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland und dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland e. V.

Nihilschwimmer

Max Schatz

Taschenbuch: 12,5 x 19 cm

ISBN 978-3-947270-09-5

Preis: 10,00 €

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